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EU-Kommission: Bericht über Kfz-Preise bestätigt Trend zur Preiskonvergenz im Euro-Währungsgebiet

20. 05. 2011
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Der jüngste Bericht der Europäischen Kommission über die Kfz-Preise vom 29. Juli 2004 (Stand 1. Mai 2004) bestätigt den anhaltenden Trend zur Preiskonvergenz im Euro-Währungsgebiet (Preise ohne Steuern). Erstmals wurden in dem Bericht auch die Preise in den neuen Mitgliedstaaten berücksichtigt. Dort sind Kraftfahrzeuge im Durchschnitt günstiger, die niedrigsten Preise werden in Polen verlangt.
Das Preisgefälle von einem Land des Euro-Währungsgebiets zum anderen hat gegenüber den Zahlen in früheren Berichten weiter abgenommen: Im Durchschnitt beträgt es jetzt 4,4 Prozent, ein Jahr zuvor hatte der durchschnittliche Preisabstand noch 4,9 Prozent betragen.
In einigen Fällen bleiben die Preisunterschiede zwischen dem billigsten und dem teuersten Mitgliedstaat im Euro-Währungsgebiet jedoch erheblich: Bei 25 der im Bericht untersuchten 90 Modelle treten weiterhin Preisunterschiede von über 20% auf. Im vergangenen Jahr war dies allerdings noch bei 31 von 91 Modellen der Fall. Deutschland bleibt das teuerste Land, wohingegen die Preise in Finnland am günstigsten sind und im Durchschnitt 10 Prozent unter dem deutschen Niveau liegen.
In den neuen Mitgliedstaaten sind Kraftfahrzeuge im Durchschnitt billiger als im Euro-Währungsgebiet. Innerhalb der neuen Mitgliedstaaten treten höhere Preisunterschiede auf als im Euro-Währungsgebiet. Insgesamt betrug das Preisgefälle zwischen dem teuersten aller EU-Länder und dem billigsten bei 72 der 90 Modelle mehr als 20%. Am billigsten sind Kraftfahrzeuge in Polen, wo die Preise im Schnitt noch 9 Prozent unter dem finnischen Niveau liegen.
Der Kfz-Kauf in einem neuen Mitgliedstaat ist jedoch nicht in allen Fällen günstiger als im Euro-Währungsgebiet. Luxusfahrzeuge - Limousinen und Vielzweck-Geländewagen - sind in Polen teurer als im Euro-Währungsgebiet. Im Allgemeinen weisen die Preise in den neuen Mitgliedstaaten keine allzu großen Unterschiede im Verhältnis zu denen in der EU-15 auf. In Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakischen Republik sind sie ähnlich hoch wie in den billigeren der Euro-Länder.
Die Preisunterschiede wurden auf der Grundlage der empfohlenen Verkaufspreise der Hersteller, die ab Mai 2004 gelten, berechnet. Der sämtliche Preisangaben enthaltende Teil des Berichts enthält Angaben über die Preise vor Steuern und inklusive Steuern. Es werden die Preise der 90 am meisten verkauften Automodelle verglichen.
Im Vergleich zum Mai 2003 nahmen die Kfz-Preise im Euro-Währungsgebiet um 0,8% zu. Die Inflationsrate betrug im gleichen Zeitraum 2,4%. Unter Einschluss der neuen Mitgliedstaaten stiegen die Kfz-Preise in der gesamten EU (EU-25) um 0,9% (allgemeine Preissteigerungsrate 2,4%).

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