Die Europäische Union ergreift Maßnahmen, um eine der größten Gefahren im Straßenverkehr - den sog. "toten Winkel" - in den Griff zu bekommen. Eine von der Europäischen Kommission vorgeschlagene "Richtlinie über Rückspiegel und andere Einrichtungen für indirekte Sicht an Kraftfahrzeugen" wurde am 11. Februar 2004 vom Europäischen Parlament sowie dem Ministerrat verabschiedet.
Sie zielt darauf ab, mehr Sicherheit durch verbesserte Spiegelsysteme und neue Techniken zu erreichen. Die Richtlinie schreibt ein vergrößertes Mindestsichtfeld für bestimmte Fahrzeuge vor. So müssen einige mit zusätzlichen Spiegeln ausgerüstet werden, in manchen Fällen soll es zur Installierung von Kamera-Monitor-Systemen kommen.
Die ersten Auswirkungen der vorgesehenen Maßnahmen werden ab 2005 an neuen Fahrzeugmodellen sichtbar werden. Bis 2010 soll die Richtlinie dann in vollem Umfang zur Umsetzung gelangt sein.