Das Europäische Parlament und der Rat haben auf Vorschlag der Europäischen Kommission am 28. Mai 2003 einen Aktionsplan zur sicheren Nutzung des Internet verabschiedet und wollen damit gegen die Verbreitung illegaler und schädlicher Inhalte im Internet sowie über neue Kommunikationsmittel wie etwa Mobiltelefone vorgehen.
Um Eltern und Kindern die Werkzeuge und Kenntnisse zu vermitteln, welche sie im Alltag der Informationsgesellschaft benötigen, haben sich der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament auf eine zweijährige Verlängerung des Aktionsplans geeinigt. Damit reagiert die EU auf die strittige Frage illegaler und schädlicher Inhalte im Internet. Der Aktionsplan unterstützt ein Hotline-Netz zur Meldung illegaler Inhalte in Europa, fördert die Selbstkontrolle, vergleicht Filter- und Bewertungssysteme und unterstützt ein europäisches Netz von Sensibilisierungszentren.
Der verlängerte Aktionsplan zur sicheren Nutzung des Internet umfasst Maßnahmen zur Förderung des Informationsaustausches und der Koordinierung mit den zuständigen Akteuren auf nationaler Ebene und enthält Sonderbestimmungen für die Beitrittsländer. Diejenigen, welche Selbstkontrolle ausüben, werden nach dem Vorbild des EU-Forums "Computerkriminalität" im Forum "Sicheres Internet" zusammen geführt.
Der erweiterte Aktionsplan betrifft zahlreiche illegale Inhalte und Verhaltensweisen unterschiedlicher Art - darunter auch rassistische Propaganda - und berücksichtigt neue Online-Technologien wie Inhalte von Mobil- und Breitbanddiensten, Online-Spiele, Peer-to-Peer-Dateitransfer sowie alle Arten der Echtzeitkommunikation wie Chaträume und Sofortnachrichten. Vernetzte Hotlines und Sensibilisierungsstellen bilden neben Leistungsvergleichen von Filterprogrammen nach wie vor die Hauptinstrumente des Aktionsplans.
Weitere Informationen finden Sie bei Interesse im Internet unter http://www.saferinternet.org/