Die neuen EU-Maßnahmen zur Verbreitung "grüner" Treibstoffe wurden diese Woche vom Präsidenten des EU-Parlaments unterzeichnet. Diese neue Gesetzgebung, welcher der Ministerrat am 8. April 2003 zugestimmt hat, legt Ziele für die progressive Einführung von Biotreibstoffen - das sind Treibstoffe, die aus Abfällen aus der Land- und Forstwirtschaft hergestellt werden - bis 2010 fest. Die Mitgliedstaaten haben bis zum 31. Dezember 2004 Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.
Loyola de Palacio, die für Energie und Transport zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, dazu wörtlich: "Dies ist ein wichtiger Schritt für eine alternative Treibstoffstrategie, welche die Überabhängigkeit der EU auflösen wird. Außerdem ist dies eine der neuen, im Rahmen des Kyoto-Abkommens von der Kommission unternommene Maßnahmen, die Fortschritte hin zu einem nachhaltigeren Transportsystem ermöglichen. Darüber hinaus gewährleisten Biotreibstoffe die sichere Versorgung Europas mit Energie, weil sie von europäischen Landwirten und der Industrie hergestellt werden können."
Die Kommissarin erklärte weiters, dass die Mitgliedstaaten bis Juli 2004 ihre ersten Ziele ankündigen sollten, die sie bis Dezember 2005 erreichen wollen. Um die Herstellung der teureren Biotreibstoffe zu ermöglichen, dürfen die Mitgliedstaaten niedrigere Steuern auf diese erheben. Der Gebrauch von Biotreibstoffen war eines der wichtigsten Ziele im Grünbuch der Kommission mit dem Titel "Eine europäische Strategie für die sichere Energieversorgung".
Weitere Informationen finden Sie bei Interesse im Internet unter http://europa.eu.int/comm/energy_transport/en/lpi_lv_en1.html