Die Gruppe zur Überwachung der Wertpapiermärkte hat am 8. Mai 2003 ihren ersten Bericht zur Funktionsweise des so genannten "Lamfalussy-Verfahrens" vorgelegt, das die europäischen Wertpapiermärkte effektiver regeln soll. Die Gruppe arbeit auf der Basis eines Mandats, welches ihr letztes Jahr vom Europäischen Parlament, vom Rat der Finanzminister sowie von der Europäischen Kommission erteilt worden ist. Sie besteht aus sechs unabhängigen Sachverständigen und hat die Aufgabe, die Fortschritte bei der Umsetzung des Lamfalussy-Verfahrens zu beurteilen.
In ihrem Bericht betont die Gruppe die Notwendigkeit, die noch nicht abgeschlossenen und auf die Wertpapiermärkte hin abzielenden Legislativinitiativen vor den nächsten Parlamentswahlen abzuschließen. Außerdem hält sie die derzeitigen Diskussionen im Konvent zu den Bedingungen, unter welchen ein neuer Verfassungsvertrag der EU-Kommission die Verabschiedung technischer Durchführungsmaßnahmen ermöglichen würde, für zentral.
Die Gruppe fordert das Parlament und den Rat auf, Rechtsvorschläge häufiger nach einer einzigen Lesung im Parlament zu verabschieden. Sie würde es außerdem begrüßen, würden öfters Verordnungen angewendet, die unmittelbar in jedem Mitgliedstaat gelten, anstelle von Richtlinien, die erst in das Recht der Einzelstaaten umzusetzen sind.
Bei Interesse finden Sie weitere Informationen im Internet unter http://europa.eu.int/comm/internal_market/de/finances/mobil/lamfalussy_de.htm