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Zivilrecht

OGH: Rechtsschutzversicherung - kann der Versicherungsnehmer auch einen nicht ortsansässigen Rechtsvertreter wählen?

Im Hinblick auf die Entscheidung des EuGH vom 10. September 2009, RS C-199/08, betreffend eine Einschränkung des Rechts des Rechtsschutzversicherten auf freie Anwaltswahl in Gerichts-und Verwaltungsverfahren gebietet sich eine einschränkende Auslegung des Art 10.3. ARB 1995 dahin, dass ein Versicherungsnehmer auch einen nicht ortsansässigen Rechtsvertreter wählen kann, jedenfalls wenn dieser verbindlich erklärt, seine Leistungen wie ein ortsansässiger Vertreter zu verrechnen, da damit der Sinn und Zweck dieser Klausel (kosteneinsparende und prämiensenkende Wirkung) gewahrt bleibt

20. 05. 2011
Gesetze: § 158k VersVG, Art 10.3. ARB 1995
Schlagworte: Versicherungsrecht, Rechtsschutz, Anwaltswahl, nicht ortsansässiger Anwalt

GZ 7 Ob 194/09v, 16.12.2009
OGH: Im Hinblick auf die Entscheidung des EuGH vom 10. September 2009, RS C-199/08, betreffend eine Einschränkung des Rechts des Rechtsschutzversicherten auf freie Anwaltswahl in Gerichts-und Verwaltungsverfahren gebietet sich eine einschränkende Auslegung des Art 10.3. ARB 1995 dahin, dass ein Versicherungsnehmer auch einen nicht ortsansässigen Rechtsvertreter wählen kann, jedenfalls wenn dieser verbindlich erklärt, seine Leistungen wie ein ortsansässiger Vertreter zu verrechnen, da damit der Sinn und Zweck dieser Klausel (kosteneinsparende und prämiensenkende Wirkung) gewahrt bleibt.

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