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Zivilrecht

OGH: Im Fall eines verschuldeten Arbeitsplatz- oder Berufswechsels darf bei Anwendung des Anspannungsgrundsatzes nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass das verlorene Einkommen dem Unterhaltspflichtigen weiterhin zur Verfügung stünde

20. 05. 2011
Gesetze: § 140 ABGB
Schlagworte: Familienrecht, Unterhalt, verschuldeter Arbeitsplatz- oder Berufswechsel, verlorenes Einkommen, Anspannungsgrundsatz

In seinem Beschluss vom 12.10.2006 zur GZ 6 Ob 197/06y hat sich der OGH mit dem Anspannungsgrundsatz bei der Unterhaltsbemessung befasst:
OGH: Es entspricht stRsp, dass die Anspannung nicht zu einer bloßen Fiktion führen darf, und auch im Fall eines verschuldeten Arbeitsplatz- oder Berufswechsels bei Anwendung des Anspannungsgrundsatzes nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden darf, dass das verlorene Einkommen dem Unterhaltspflichtigen weiterhin zur Verfügung stünde.

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