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Sozialrecht

VwGH: Zur Frage, ob Sonderzahlungen, die im Zeitraum der Absonderung nicht ausbezahlt wurden, gem § 32 EpidemieG trotzdem zu vergüten sind

Bei der Bemessung der für jeden Tag der Absonderung nach § 7 EpidemieG zu leistenden Vergütung ist auch jenes Entgelt zu berücksichtigen, das aus kollektiv- oder einzelvertraglich eingeräumten Sonderzahlungen resultiert; dies gilt freilich nicht für Sonderzahlungen, die der Arbeitnehmer - nach den kollektiv- oder einzelvertraglichen Bestimmungen - vom Arbeitgeber für die Zeit der Absonderung bzw des Entfalls der Pflicht zur Entgeltzahlung jedenfalls erhält und die daher bei ihm keinen Ausfall an Entgelt bewirken, der auf den Arbeitgeber übergehen könnte

13. 09. 2021
Gesetze:   § 7 EpidemieG, § 32 EpidemieG
Schlagworte: Epidemierecht, Absonderung Kranker, Vergütung für den Verdienstentgang, Sonderzahlungen

 
GZ Ro 2021/03/0007, 09.08.2021
 
VwGH: Der VwGH hat bereits klargestellt, dass bei der Bemessung der für jeden Tag der Absonderung nach § 7 EpidemieG zu leistenden Vergütung auch jenes Entgelt zu berücksichtigen ist, das aus kollektiv- oder einzelvertraglich eingeräumten Sonderzahlungen resultiert; dies gilt freilich nicht für Sonderzahlungen, die der Arbeitnehmer - nach den kollektiv- oder einzelvertraglichen Bestimmungen - vom Arbeitgeber für die Zeit der Absonderung bzw des Entfalls der Pflicht zur Entgeltzahlung jedenfalls erhält und die daher bei ihm keinen Ausfall an Entgelt bewirken, der auf den Arbeitgeber übergehen könnte.
 
Dass dies aber hier der Fall wäre, wird vom Amtsrevisionswerber nicht behauptet. Entgegen der (im Ergebnis) vom Amtsrevisionswerber offenbar vertretenen Ansicht lässt sich dem EpidemieG eine Norm des Inhalts, dass derartige Sonderzahlungen nur dann zu vergüten seien, wenn die Absonderung in einen Monat (oder anderen Abrechnungszeitraum) fällt, in dem Sonderzahlungen ausbezahlt werden, nicht entnehmen.
 
 

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