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Verfahrensrecht

VwGH: Kostenentscheidung iZm Einstellung des Revisionsverfahrens wegen nachträglichen Wegfalles des rechtlichen Interesses

Wird eine Revision - ohne formelle Aufhebung der angefochtenen Entscheidung - wegen Wegfalls des Rechtsschutzinteresses unter sinngemäßer Anwendung des § 33 Abs 1 VwGG als gegenstandslos geworden erklärt und das Verfahren eingestellt, ist die Kostenentscheidung mangels formeller Klaglosstellung nicht nach § 55 VwGG, sondern nach § 58 Abs 2 VwGG zu treffen

03. 05. 2020
Gesetze:   § 58 VwGG, § 33 VwGG, § 55 VwGG
Schlagworte: Einstellung des Revisionsverfahrens, nachträglicher Wegfall des rechtlichen Interesses, Kostenentscheidung

 
GZ Ro 2019/15/0015, 23.01.2020
 
VwGH: Wird eine Revision - ohne formelle Aufhebung der angefochtenen Entscheidung - wegen Wegfalls des Rechtsschutzinteresses unter sinngemäßer Anwendung des § 33 Abs 1 VwGG als gegenstandslos geworden erklärt und das Verfahren eingestellt, ist die Kostenentscheidung mangels formeller Klaglosstellung nicht nach § 55 VwGG, sondern nach § 58 Abs 2 VwGG zu treffen. Im Hinblick darauf, dass die Frage des hypothetischen Schicksals der Revision nicht ohne nähere Prüfung zu lösen wäre und daher die Entscheidung über den vom Mitbeteiligten gestellten Kostenantrag einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde, hat der Gerichtshof daher nach freier Überzeugung entschieden, dass kein Aufwandersatz zugesprochen wird (§ 58 Abs 2 zweiter Halbsatz VwGG).
 
 

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