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Zivilrecht

OGH: Obsorge und Besuchsrecht

Die vom Vater vorgebrachten schweren Bedenken gegen die Erziehungsfähigkeit der Mutter betreffen primär die noch zu entscheidende Frage der Obsorge; sie ändern aber nichts daran, dass nach den Feststellungen der Vorinstanzen die Mutter im Rahmen ihres Kontaktrechts mit dem Kind einen adäquaten Umgang pflegt; Bedenken im Hinblick auf einen zu großen und unkontrollierten Einfluss der Mutter wurden ohnedies dadurch Rechnung getragen, dass das der Mutter eingeräumte Kontaktrecht ein begleitetes ist

11. 07. 2017
Gesetze:   § 186 ABGB, § 187 ABGB, § 111 AußStrG, § 138 ABGB, § 180 ABGB, § 181 ABGB, § 177 ABGB, § 179 ABGB
Schlagworte: Familienrecht, persönliche Kontakte, Besuchsbegleitung, Obsorge

 
GZ 8 Ob 45/17a, 30.05.2017
 
OGH: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände ein Kontaktrecht eingeräumt werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig.
 
Dass hier dem Rekursgericht eine erhebliche Fehlbeurteilung unterlaufen wäre, die vom OGH aus Gründen der Rechtssicherheit oder der Einzelfallgerechtigkeit korrigiert werden müsste, vermag der Revisionsrekurswerber nicht aufzuzeigen. Die von ihm vorgebrachten schweren Bedenken gegen die Erziehungsfähigkeit der Mutter betreffen primär die noch zu entscheidende Frage der Obsorge; sie ändern aber nichts daran, dass nach den Feststellungen der Vorinstanzen die Mutter im Rahmen ihres Kontaktrechts mit dem Kind einen adäquaten Umgang pflegt. Bedenken im Hinblick auf einen zu großen und unkontrollierten Einfluss der Mutter wurden ohnedies dadurch Rechnung getragen, dass das der Mutter eingeräumte Kontaktrecht ein begleitetes ist.
 
 

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