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Zivilrecht

OGH: Feststellungsklage des Haftpflichtversicherers des Geschädigten

Der in den Opferschutz der Haftpflichtversicherung nicht einbezogene Legalzessionar nach § 67 VersVG hat ganz allgemein Umstände zu behaupten und zu beweisen, aus denen sich die unmittelbare Wirkung des festzustellenden Rechts auf seine Rechtsstellung - die eben nicht jene des geschädigten Dritten ist - ergibt

16. 03. 2015
Gesetze:   § 156 VersVG, § 157 VersVG, § 67 VersVG, § 228 ZPO
Schlagworte: Versicherungsrecht, Feststellungsklage, Haftpflichtversicherung, rechtliches Interesse, Geschädigter, Legalzessionar

 
GZ 7 Ob 164/14i, 10.12.2014
 
OGH: Der von seinem Versicherungsnehmer in Anspruch genommene Versicherer ist zwar gem § 67 VersVG Legalzessionar und berechtigt, sich beim Schädiger zu regressieren. Auch wenn der Schadenersatzanspruch unverändert auf ihn übergeht, so ist er doch in Bezug auf die Haftpflichtversicherung des Schädigers nicht geschädigter Dritter iSd §§ 156, 157 VersVG, sodass er sein rechtliches Interesse an der Feststellung, dass der Haftpflichtversicherer dem Schädiger Deckung zu gewähren hat, auch nicht aus dem aus den genannten Bestimmungen zum Ausdruck kommenden Opferschutz ableiten kann. Der in den Opferschutz der Haftpflichtversicherung nicht einbezogene Legalzessionar nach § 67 VersVG hat daher ganz allgemein Umstände zu behaupten und zu beweisen, aus denen sich die unmittelbare Wirkung des festzustellenden Rechts auf seine Rechtsstellung - die eben nicht jene des geschädigten Dritten ist - ergibt.
 

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