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Verfahrensrecht

OGH: Sowohl aus § 86a Abs 1 ZPO als auch aus § 10 Abs 4 bis 6 AußStrG ergibt sich der Wille des Gesetzgebers, die Behandlung beleidigender bzw verworrener, unklarer und sinn- oder zweckloser Schriftsätze den Verbesserungsvorschriften von ZPO bzw AußStrG zu unterstellen

Demnach ist zwar nicht die Anordnung einer Verbesserung, wohl aber die Zurückweisung eines nicht verbesserten Schriftsatzes anfechtbar (§§ 84, 85 ZPO), es sei denn die Anfechtung des Zurückweisungsbeschlusses wäre nach allgemeinen Grundsätzen unzulässig; dies ist va bei vorbereitenden Schriftsätzen im Hinblick auf § 257 Abs 4 ZPO der Fall

15. 12. 2014
Gesetze:

§ 84 ZPO, § 85 ZPO, § 86a ZPO, § 10 AußStrG, § 257 ZPO


Schlagworte: Nicht verbesserter Schriftsatz, Zurückweisung, Rechtsmittel


GZ 6 Ob 163/14k, 09.10.2014


 


OGH: Sowohl aus § 86a Abs 1 ZPO als auch aus § 10 Abs 4 bis 6 AußStrG ergibt sich der Wille des Gesetzgebers, die Behandlung beleidigender bzw verworrener, unklarer und sinn- oder zweckloser Schriftsätze den Verbesserungsvorschriften von ZPO bzw AußStrG zu unterstellen. Demnach ist zwar nicht die Anordnung einer Verbesserung, wohl aber die Zurückweisung eines nicht verbesserten Schriftsatzes anfechtbar (§§ 84, 85 ZPO), es sei denn die Anfechtung des Zurückweisungsbeschlusses wäre nach allgemeinen Grundsätzen unzulässig. Dies ist va bei vorbereitenden Schriftsätzen im Hinblick auf § 257 Abs 4 ZPO der Fall.

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