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Zivilrecht

OGH: Zur Prospekthaftung

Der Prospektbegriff ist im umfassenden Sinn zu verstehen; maßgeblich ist dafür, ob der Werbeprospekt des freien Kapitalmarktes dem Vertrieb der Anlage dient und dabei als Schriftstück generell geeignet ist, den Anlageentschluss eines potentiellen Anlegers in Ansehung einer konkreten Anlage zu beeinflussen, indem er den Anschein ausreichender und objektiver Anlageinformation erweckt

10. 11. 2014
Gesetze:

§ 11 KMG


Schlagworte: Wertpapierrecht, Anleger, Prospekthaftung, Anlageentschluss, Anlageinformation, Prospekt, Werbeprospekt, Handzettel, Zeitungsanzeigen


GZ 10 Ob 32/13y, 25.06.2013


 


OGH: Ein Prospekt muss nicht eine gewisse Form haben, um die Prospekthaftung auszulösen, der Prospektbegriff ist vielmehr im umfassenden Sinn zu verstehen. Maßgeblich ist, ob der Werbeprospekt des freien Kapitalmarkts dem Vertrieb einer Anlage dient und dabei als Schriftstück generell geeignet ist, den Anlageentschluss eines potentiellen Anlegers in Ansehung einer konkreten Anlage zu beeinflussen, indem er den Anschein ausreichender und objektiver Anlageinformation erweckt. Kurzexposees, Handzettel und Zeitungsanzeigen sind wegen ihrer nur kurzen und deshalb erkennbar unzureichenden Information dazu im Allgemeinen nicht geeignet.

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