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Verfahrensrecht

VwGH: Bestimmtheit eines Bescheides und Rechtskraft

Gegenstand der Rechtskraft ist der Bescheidspruch selbst; nur er erlangt rechtliche Geltung (Verbindlichkeit) und legt dadurch die Grenzen der Rechtskraft fest

27. 08. 2014
Gesetze:

§§ 58 ff AVG


Schlagworte: Bescheid, Bestimmtheit, Rechtskraft


GZ 2013/04/0029, 17.06.2014


 


VwGH: Gem § 59 Abs 1 AVG hat der Spruch die in Verhandlung stehende Angelegenheit und alle die Hauptfrage betreffenden Parteianträge, ferner die allfällige Kostenfrage in möglichst gedrängter, deutlicher Fassung und unter Anführung der angewendeten Gesetzesbestimmungen, und zwar idR zur Gänze, zu erledigen.


 


Die Anforderungen an das Maß an Bestimmtheit eines Bescheides hängen von den Umständen des Einzelfalles ab. Gegenstand der Rechtskraft ist der Bescheidspruch selbst. Nur er erlangt rechtliche Geltung (Verbindlichkeit) und legt dadurch die Grenzen der Rechtskraft fest. Die Bescheidbegründung spielt hierfür nur insoweit eine Rolle, als sie zur Deutung, nicht aber zur Ergänzung eines in sich unklaren Spruches heranzuziehen ist.

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